Eine kleine Reise in die Vergangenheit

Eine Freundin postet gerade auf Facebook Bilder von einem Hochzeitsessen im Restaurant Bieberbau in der Durlacher Strasse in Berlin Wilmersdorf.

Zeitsprung 1988

Damals hab ich als Kraftfahrer Getränke ausgeliefert und hatte dieses Restaurant als Kunden dabei. Mir wurde vom Tourenleiter eingeschärft, sehr pünktlich und sehr freundlich zu sein, die Inhaber wären “zickige Schwule” , die sich bei jeder Kleinigkeit sofort beschweren würden. Dazu gabs noch den Hinweis, das der Chef dort regelmäßig verkehren würde.

Ich komme dort also an, erledige meinen Job. Die Getränke mussten über eine Treppe hinter dem Thresen in den Keller getragen werden. Also eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, bekam ich die Rechnung bezahlt und ein Getränk angeboten. Der Besitzer ( einer von zweien ), der für Bestellung, Bar und Warenannahme zuständig war, Guido Cogho, musterte mich und sagte dann völlig unvermitttelt zu mir :

DU BIST DOCH SCHWUL !

Ich glaub, ich hab gestottert oder so. Ob es mir peinlich war, weiß ich gar nicht mehr. Bestimmt aber hatte ich einen puterroten Kopf. Mich hat völlig verwirrt, das man mir das ansehen konnte. Konnte man das wirklich ?

Nein, das konnte man sicher nicht, es war die besondere Gabe dieses besonderen Menschen, der mich “erkannt” hat und mir damit geholfen hat mich selber zu erkennen. Ich war damal 24 Jahre alt, Guido muss so um die 50 gewesen sein.

Er wurde mir in den nächsten Jahren ein väterlicher Freund, ohne jemals auch nur Ansätze zu machen, Grenzen zu überschreiten oder den Respekt zu verlieren. Er war einer der wenigen anständigen “Erwachsenen”, die ich kennen gelernt habe. Denn das war er für mich. Ein Erwachsener. Womit ich nicht sagen will oder meine, das ich noch ein Kind war. Ganz sicher nicht.

Den Bieberbau hat Guido damals zusammen mit seinem Freund Karl Kling betrieben. Guido hinterm Tresen, Karl in der Küche. Dann gab es noch den sensationellen Kellner Knut, der den ganzen Laden alleine bedient hat. Und zwar so, das niemand warten musste oder sich zurückgesetzt fühlen musste. Ich hab da nicht viel Ahnung von, aber ich glaube er ist/war der sensationellste Kellner der Welt.

Leider waren sich die 3 Herren nicht mehr freundschaftlich verbunden. Die Gäste haben davon wenig mitbekommen, aber ich schon. Als Freund hat mir Guido natürlich auch sein Herz ausgeschüttet. Jedenfalls dachte ich, das er mein Freund ist und ich seiner.

Eines Tages, ich glaube es war 1992 , war Guido auf einmal nicht mehr da. Er ist gegangen ohne ein Wort zu sagen und ohne sich zu verabschieden. Angeblich hat er sich einen Lebenstraum erfüllt und ist als Puppenspieler auf die Kanaren gezogen. Angeblich.

Ich habe nie wieder von ihm gehört und hab sein Verhalten, mir gegenüber, auch bis heute nicht verstanden oder verwunden. Und jetzt, jetzt denke ich wieder ganz unvermittelt an diesen fantastischen Menschen und erinnere mich an ihn.

Zeitsprung zurück nach heute.

Der Bieberbau hat mittlerweile seit rund 15 Jahren einen neuen Besitzer. Ich war ewig dort nicht mehr essen, werde das aber bestimmt nachholen.

Warum ich das alles aufschreibe ? Zum einen sicher, um mich selber zu erinnern, einen Menschen wieder in mein Bewußtsein zu bringen, den ich aufrichtig geliebt habe, wenn auch nur platonisch, als guten Menschen.

Zum anderen, weil es mich ankotzt, das der ehemalige Lebensgefährte, Karl Kling, sämtliche Erinnerung an seinen Partner, ohne den es den Bieberbau niemals gegeben hätte, einfach ausgelöscht hat. Sowohl auf Webseiten als auch in Zeitungsberichten stellt sich der Koch, der in Wirklichkeit immer nur der Kelllner war, als DER Macher des ganzen dar.

Das ist dreist gelogen, das kann ich nicht stehen lassen.

Egal wo Du jetzt bist, Guido, ich wünsch Dir alles erdenklich Gute.Niemals werde ich Dich vergessen.

 

 

Selbstmord

Selbstmord. Was für ein seltsamer, merkwürdiger Begriff. Gibt es Selbstmord ? Ich bin mir da sehr unsicher. Wenn man mal überlegt, was denn ein Mordmerkmal ist. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, zählen als Mordmerkmale die Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebes, Habgier oder sonstige niedrige Beweggründe.

Im Gegensatz zu Mord ist es nicht strafbar, sich selber das Leben zu nehmen. Das wäre auch irgendwie komisch. Wie will man einen Selbstmörder bestrafen ? Wobei, die Kirche hat dies ja teilweise in der Vergangenheit getan. Man bekam kein christliches Begräbnis. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.

Wenn man aber das freiwillige aus dem Leben scheiden Selbstmord nennt und ich an die Mordmerkmale denke, verstehe ich diesen Begriff eigentlich überhaupt nicht.

Jemand der sich das Leben nimmt, wird dies weder aus Heimtücke, noch aus Habgier, weder zur Befriedigung der sexuellen Lust noch aus sonstigen niedrigen Beweggründen tun. Eher ganz im Gegenteil. Wie verzweifelt muß ein Mensch sein, der sich das Leben nimmt ?

Vielleicht heißt es ja auch deswegen Selbstmord, weil er öfter einhergeht mit dem Rufmord.

Silvia Seidel, unsere Anna, ist tot aufgefunden worden. Sie hat sich das Leben genommen.Und genau, oder eher ganz speziell wegen Ihr, bin ich über den Begriff Selbstmord gestolpert. Ich bin peinlich berührt, das mich dieses Wort in der Vergangenheit nie gestört hat. Manchmal brauch man wohl ein wenig, um die Furchtbarkeit der Sprache, oder doch einige ihrer Worte, zu begreifen. Und um zu erkennen, das es bei der Schlagzeile mit dem Selbstmord doch sehr oft nur um eines geht : Um Rufmord.

 

Man nehme……

ein paar gute Freunde, wähle einen passenden Abend und verabrede sich zum gemeinsamen kochen.

Einige der Zutaten sind hier zu sehen, die anderen müßt Ihr Euch erstmal denken, sie liegen im Kühlschrank, werden aber später noch zu bewundern sein.

Hier nun die allerwichtigsten Zutaten, die guten Freunde, den ohne die gäbe es ja niemanden, der sich ums kochen kümmern würde.

Hier hätten wir zunächst einmal Insa. Man beachte die entspannte Körperhaltung in Verbindung mit Ihrer Schürze, die wir in Mühevoller Handarbeit aus dem Fell Hunderter Fledermäuse mit den Füßen in einem tibetianischen Gebirgsbach unter Wasser mit den Füßen zusammen geklöppelt haben.

Hier kommt nun der Chefkoch ins Spiel, außerdem der Gastgeber des heutigen Abends und außerdem derjenige, der unter Einsatz seines Lebens in einem brandenburgischen Supermarkt die Zutaten dieses Abends erbeutete.

Zugegeben, der Supermarkt war nicht in Brandenburg, nicht einmal in Berlin, sondern in Spandau bei Berlin. Von Beute kann man auch nicht unbedingt reden, aber ich finde, es klingt so irgendwie dramatischer.

Schamlos, wie er sich an Insa ranschmeißt ! Sicher tut er dies nur, um mich auszustechen, aber gnadenlos schlage ich zurück :

Tom, das Kuschelmonster…… Oh Pardon, etwas unscharf….

Na das ist doch schon viel besser

Wie man unschwer erkennen kann, steuert das ganze auf einen traumschönen Abend zu.

Es scheint loszugehen, Insa breitet Ihr Flederröckchen aus und……

demonstriert, wie man fachmännisch eine Pute um die Ecke bringt. So ganz wohl hab ich mich in diesem Moment nicht gefühlt……

 

Aber jetzt zum Abend. Ursprünglich entstanden ist dieser Abend einmal mit dem Gedanken, das sich Freunde gemeinsam einmal die Woche treffen, zusammen kochen, trinken und den Abend gemeinsam zu verbringen. Die Teilnehmer wechselten, aber jeder dieser Abende war einfach wunderschön. Das ganze ist dann vor einem halben Jahr eingeschlafen und wird gerade von uns dreien neu belebt.

Dabei haben wir uns diesmal gedahct, das ja jeder von uns recht stark im Beruf eingebunden ist und daher wenig Zeit hat, auch noch für sich selbst zu kochen. Also haben wir uns für diesen und für die kommenden Abende gedacht, wir kochen gleich mehrere Gerichte, die wir in opulenter Menge kochen, dann gemeinsam verkosten und das was übrig ist, in Tupperschälchen zu verpacken und mit nach Hause zu nehmen.

Zum einen kann ich einfach nur sagen, das so ein Abend mehr als Spaß macht, alleine schon das gemeinsame Erlebnis in der Küche zu stehen, und dann lernt man ja auch noch etwas, jeder hat halt so seine eigenen Tricks und gibt die gerne an den anderen weiter.

Für diesen Abend haben wir uns folgende Gerichte vorgenommen :

Russische Borschtsuppe

Coq au vin

Wurstgulasch

Wir haben aller Gerichte nacheinander zubereitet und haben an reiner Koch und Zubereitungszeit etwa 3 Stunden gebraucht, das Verkosten und einpacken dauerte dann erheblich weniger :-)

Hier kocht gerade der Kohl zusammen mit dem Fleisch für den Borscht

Hier die rote Beete mit dem anderen Gemüse

Nun wurden beide Töpfe zusammengeführt

Und das fertige Ergebnis

So sieht das ganze auf dem Teller aus

Und hier nun die glücklichen Gesichter beim essen

Zum Coq au Vin haben wir folgende Zutaten benutzt :

Abweichend vom Ursprungsrezept, Pute !

Man kann sich dazu natürlich noch Beilagen machen, wir haben an diesem Abend darauf verzichtet.

Nun bleibt noch der Wurstgulasch, dazu braucht man :

Äh…sorry…..

Bei der Zubereitung sieht das ganze dann so aus :

Leider haben wir in unserem Eifer vergessen zu fotografieren, wie das ganze dann fertig ausgesehen hat :-)

Zum Trost nochmal ein Bild der Pute :

Leider ist an diesem Abend die Zeit wirklich nur so vorbeigeflogen. Wir haben geschnippelt, geraspelt, gebrutzelt wie die Irren, geknuddelt gequatscht, gelacht und getrunken und es uns einfach mal gut gehen lassen.

Ich habe selten so einen wundervollen Abend erlebt und freue mich auf die kommenden gemeinsamen Abende mit Euch !!!!!

Hab Euch lieb.

Hier noch meine Beute :

Da kann man nicht meckern, oder ? Das reicht für 6 Mahlzeiten und es schmeckt einfach nur geil !

 

Rauchen ist scheisse – nicht rauchen aber auch…….:-)

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wie oft ich schon mit dem rauchen aufgehört habe.

Es war immer recht einfach. Ziemlich leicht, bis zur nächsten Zigarette.  Und was hab ich in meinem Leben schon alles weggequalmt, unglaublich. Die Krönung waren wohl die fast 10 Jahre Roth Händle ohne Filter, auch die dänischen Cecil haben meine Lunge nicht klein bekommen. Zum Schluß dann Prince und blaue Gauloises.

Mal abgesehen davon, wie teuer es mittlerweile geworden ist, zu rauchen, gibt es ja sicher viele Argumente, die dagegen sprechen. Komisch ist nur, das man nie so wirklich dafür erreichbar ist. Man redet sich ein, ja jederzeit aufhören zu können. Und wenn man es tatsächlich mal 3 Tage geschafft hat, dann nimmt man dies gleich als Beweis für diese These, man kann es ja, also wird weiter geraucht.

Ganz gut bescheissen kann man sich selber auch damit, das man sich vornimmt, nur noch Zigarillos zu rauchen. Natürlich mit Filter. Moods oder sowas, die riechen ja auch noch gut. Natürlich auf Lunge…..Aus den ursprünglich geplanten 5 am Tag werden dann ganz schnell 20 und eh man sich versieht, raucht man wieder 50 Zigaretten am Tag. Ich hab das immer wieder ganz schnell hinbekommen. War ja auch wurscht, ich konnte doch jederzeit aufhören.

Mit “man”, das füg ich jetzt mal nachträglich ein, meine ich natürlich mich. Indem man “man” schreibt, redet man sich die ganze Scheisse schon wieder schön….

 

Der Husten wurde allerdings schlimmer, die Luft immer weniger und der Gestank im Auto, in der Wohnung und auch im Büro immer erbärmlicher.

Also reifte der Plan, im Urlaub im Oktober, wo eine Fahrradreise nach Mallorca geplant und auch gebucht ist, endlich mit der Qualmerei aufzuhören. Ist ja noch ne Weile hin, das Gewissen beruhigt und man konnte/kann ja bis dahin noch ein wenig weiterquarzen.

Tja, es kann so einfach sein, oder ? :-)

Aber manchmal lacht einem das Leben ganz frech ins Gesicht und alles wird ganz anders. Bei mir war es eine ganz ordinäre Erkältung. Da schmeckt die Zigarette sowieso nicht. Plötzlich hat man schon 2 Tage nicht geraucht. Da geht doch noch was….Und plötzlich der Gedanke, warum denn jetzt bis Mallorca warten ? Ich hab es also probiert. Und nein, es fällt mir überhaupt nicht leicht, im Gegenteil. Ich bin schon auch ein Genußraucher, wenn man da überhaupt von Genuß reden kann, gewesen. Der Husten, der mich seit bestimmt 2 Jahren begleitet, eigentlich ja nur ein ständiges Hüsteln, war ganz schnell weg. Ich bin plötzlich morgens, ohne das ich etwas an meinen Schlafgewohnheiten oder an meinen Bettchengeh-Gewohnheiten geändert habe, viel früher wach. Ich könnte meinen Wecker wecken. Und das verrückteste daran : Ich bin plötzlich ausgeschlafen, nicht mehr müde und brauch nicht mehr mindestens ne Stunde, um aus dem Bett rauszukommen.

Logisch, ich habe nicht mehr das ganze Kohlenmonoxyd im Blut, mein Blut ist endlich wieder in der Lage, den Sauerstoff aufzunehmen und zu speichern, den ich auch wirklich brauche. Das muß man erstmal realisieren. Für mich war es schon eine Art Schock.

Und dann mach ich ja seit einiger Zeit etwas intensiver Sport, mein Trainer hat durch Beharrlichkeit und Ausdauer erreicht, das ich gerade im letzen Jahr erhebliche Fortschritte gemacht habe. Weil die so gut waren, haben wir uns ein neues Projekt vorgenommen, wir wollen ab Oktober mal 10 Wochen ausprobieren, was 5 mal Training die Woche und eine bestimmte Ernährung dazu begleitend aus mir machen.

Letzte Woche Samstag hatte ich das erste Mal Training, nachdem ich 5 Tage nicht geraucht habe. Es war einfach unglaublich, sowohl für mich als auch für Nico, meinen Trainer. Ich habe mehr als ein dickes Komliment bekommen und habe mein Leistungsvermögen gewaltig erhöht, was sicher daran liegt/lag, das ich endlich Sauerstoff aufnehme, den ich dringend brauche, um Sport machen zu können.

Dazu kommen noch andere Kleinigkeiten, die mir so in den letzten 10 Tagen aufgefallen sind. Das Essen schmeckt erheblich besser, genauso wie der Wein. Lustigerweise hat sich offenkundig auch mein Energieverbrauch erhöht und ich halte es nicht für Einbildung, wenn ich feststelle, das ich auch beim Radfahren erhebliche Leistungssteigerungen feststelle.

In meiner Wohnung riecht es gut, mein Auto werd ich wohl zur Reinigung geben müssen, in meinem Büro toleriere ich einen Raucher, der aber das Fenster aufmachen muß.

Außerdem ist es so, das ich bei lesen erheblich aufnahmefähiger bin und mehr Antrieb habe, etwas zu unternehmen.

Ich weiß natürlich jetzt noch nicht, ob ich es wirklich schaffe, “clean” zu bleiben. Aber zumindest habe ich es mir ernsthaft und fest vorgenommen und ich weiß endlich ziemlich genau, was mir das rauchen antut. Das wird mir eine große Hilfe sein.

WEIIL : Ich WILL mir dies NICHT mehr antun !

 

 

 

 

Qui Bono – Wem nützt es ?

Vorab ist es mir zum einen schon wichtig festzustellen, das ich kein Anhänger irgendwelcher Verschwörungstheorien bin. Auch erlaube ich mir den Hinweis, das der folgende Text von mir reine Spekulation ist und natürlich nicht den Anspruch erhebt, unbedingt wahr zu sein. Allerdings wundern mich schon einige Dinge und so lasse ich meinen, natürlich rein spekulativen Gedanken mal einfach ihren Lauf……

Wir haben Wahlen in Berlin vor der Tür stehen. Wie es ausschaut, wird Renate nicht Regierende Bürgermeisterin, die Grünen können aber dennoch auf Regierungsbeteiligung hoffen, da die Linke unerwartet, aber ob des Verhaltens der beiden Vorsitzenden dieser Partei, nachvollziehbar schwächelt.

Über allen Wolken schwebt Wowereit, alle Umfragen sehen ihn deutlich vorne und er wird, oder WÜRDE die Wahl wohl auch locker gewinnen. Ob man dies nun mag oder nicht.

Plötzlich aber fangen in Berlin wieder, mitten in der beginnenden heißen ( sic! ) Phase des Wahlkampfes wieder verstärkt Autos an zu brennen. Natürlich sind es wieder die Linksradikalen, die von der derzeit regierenden Koalition nach Meinung der bürgerlichen Presse “zu zart” angefaßt werden.

Die Sache hat nur einige winzige, aber doch entscheidene Schönheitsfehler.

Es brennen seit dem Wiederaufflammen der Autobrandstiftereien kaum Bonzenautos. Abgefackelt werden Autos jeder Coleur, vorzugsweise sogar Mittelklassewagen, sogar jede Menge Kleinwagen und auch sogenannte “Grotten”

Mir scheint es also schon, und da bin ich nicht alleine mit meiner Meinung, das es recht unwarscheinlich ist, das hier wirklich Leute am Werk sind, denen es darum geht, es den Kapitalisten oder Gentrifizierern mal so richtig zu zeigen.

Nun spekulieren einige, das es sich um Trittbrettfahrer oder auch um einfachen Vandalismus handeln würde. Kann schon sein. Muß aber nicht.

Mich macht der Zeitpunkt nachdenklich ( kurz vor der Wahl ) und auch die Intensität. Und dann eben dieses wahllose abfackeln. Der gemeine Linksautonome gräbt sich doch nicht selber das Wasser ab…..also er will nicht die Leute treffen, auf deren insgeheime Zustimmung und auf deren Verständnis und Schadenfreude er hofft.

Und in diesem Moment frage ich mich, zumal wenn ich die teilweise recht geifernde Presse beobachte, wer hat denn den Nutzen davon ? Wer greift denn dieses Thema dankbar auf und verspricht uns ( drohend ! ) die ganze Stadt mit Plakaten von verbrannten Autos zuzupflastern ? Und wer oder welche Partei hat, wenn man mal zurückgeht in die Geschichte, immer gerne auf das Mittel der Angstmache in seinen Wahlwerbungen ( teilweise mit beieindruckenden Erfolgen ) gesetzt ?

Und um das ganze noch zu toppen, es ist irgendwie schon wie in einem billigen Film, bekommt der Spitzenkandidat einer in Berlin ehemals großen Volkspartei ein Kuvert zugeschickt, ohne Absender, was sich nach Übergabe an die Polizei als harmlos herausstellt.

Natürlich wurde vorher groß angekündigt, das es diesen Brief geben würde. Damit auch ja nichts passieren kann, falls sich das bisken Schwarzpulver vielleicht zufällig doch entzündet, weil der Öffner des Briefes vielleicht gerade ne Fluppe im Maul hat.

Das ist alles ein wenig fett. Ich jedenfalls würde mich nicht wundern, wenn, irgendwann vielleicht sich herausstellen würde, das ich mit den Gedanken die ich hier rein schreibe und wo ich dem geneigten Leser selber einiges an Phantasie zutraue, nicht so falsch liege.

Wundern tu ich mich allerdings darüber, das ich der einzige oder der erste sein soll, der solche Gedanken hegt.

Es gab in der Vergangenheit so einige Dinge im Umfeld einer gewissen Partei, die niemand für möglich gehalten hat. Ob nun in Berlin oder auch anderswo. Ich jedenfalls traue diesen Menschen ne ganze Menge zu.

Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort !

Ordnungsamt

 

Heute war ich mal wieder mit unserem Transporter unterwegs, so mal wieder quer durch die ganze Stadt.

Das mach ich ja seit einigen Monaten wieder etwas häufiger, zum einen weils manchmal an Personal fehlt,

zum anderen aber auch, weil es schon irgendwie Spaß macht. Kunden beliefern, interessante Leute kennenlernen, usw.

So am frühen Nachmittag steh ich in der Torstraße im Stau, Baustelle. Wo wird derzeit eigentlich nicht in dieser Stadt gebaut ?

Faszinierend finde ich daran immer nur, das an kaum einer Baustelle gearbeitet wird.

Mein Blick schweift unwillkürlich durch die Straße, man hat ja Muße sich auch mal umzuschauen, wennman so vor sich hin staut.

Und da sehe ich sie. Unverstellt und schamlos. Ein Mann ( eher ein Männchen ) und eine Frau.

Wobei Frau irgendwie nicht der passende Ausdruck ist. Ich habe Frauen immer irgendwie anders in Erinnerung.

Dies war eigentlich eher so ein “Ding”. Sie war zwar als Frau zu erkennen, hatte aber nicht so wirklich auch nur einen Hauch von Weiblichkeit an sich.

Der nächste Gedanke den ich hatte, nach dem Blick auf die beiden Uniformen, oder das, was man zumindest dafür halten sollte, : Gabs das nicht in deren Größe ?

Ich habe also in diesem Moment beschlossen, mal wieder etwas im Blog zu schreiben. Ist ja jetzt auch fast wieder ein Jahr her und irgendwie wirds mal wieder Zeit,

ich erlebe ja ne Menge und habe natürlich zu allem eine Meinung.

Ordnungsamt jetzt also. Ist schonmal jemanden aufgefallen, wie so eine Ordungsamtuniform (*g*) den Träger oder die Trägerin verändert ?

Schonmal ins Gesicht dieser Leute geschaut ? Besonders wenn sie Dich belehren ? Die Berliner Polizei ist dagegen mit Engelsgesichtern ausgestattet. Ehrlich !

Ich frag mich ja so ganz insgeheim, wo der oder die Bezirke diese Leute rekrutiert haben. Gabs da wirklich nichts bessere ?

Und dann diese Unheimlichkeit, wo Du nur 2 Minuten irgendwo stehst, ohne sofort einen Parkschein zu ziehen, wie von Zauberhand stehen sie plötzlich vor Dir.

Ich kann das nie verstehen, ich schaue mich immer sorgfältig um, als Lieferant muß man ja des öfteren mal spontan halten und es lohnt wirklich nicht immer einen Schein zu ziehen,

zumal es ja auch vom Wirtschaftssenator die Anweisung gibt, den Lieferverkehr etwas zu tolerieren. Das hat aber diesen Leuten offenkundig niemand gesagt.

Es ist ja auch sicherlich einfacher und verschafft dem eigenen Ego sicherlich Befriedigung, Abends mal durchzuzählen, was man wieder an Kasse gemacht hat.

Die Bezirke können dieses Geld ja auch gut gebrauchen, basieren doch jede Menge Haushalte auf Wunschsummen, die dann halt auch irgendwie eingetrieben werden müssen.

Koste es, was es wolle. Nur manchmal frage ich mich, ob das denn so richtig ist.

Hat das Ordnungsamt denn nicht auch andere Aufgaben ?

Zum Beispiel Hundebesitzer die ihre Hunde überall hinscheissen lassen, zur Kasse zu bitten ?

Rauchverbot und Sauberkeit in den Kneipen und Imbissen zu überwachen ?

In Parks für Ordnung und Beachtung der selbigen zu sorgen ?

Und da gibt es sicher noch so einiges mehr.

Es ist aber nunmal so, das der ruhende Verkehr eine leichte Beute ist.

Dieter mit seinem vielleicht aggressiven Hund…tja…………

Mich wundert es jedenfalls nicht, das sich hier eine kleine Gruppe von Staatsdienern extrem unbeliebt macht,

weil sie einfach nur den bequemen Weg geht.

Und, sie sehen wirklich so aus, wie sie es verdienen.Einfach nur scheisse.

Wenn ich meine mitarbeiter in solche uniformen stecken würde, die würden mich verprügeln :-)

Weihnachten 2010

Kein Foto.

Ich wüßte wirklich nicht, welches Bild ich auswählen sollte. Über 1 Jahr hab ich nichts mehr geschrieben.

Eine Schreibblockade ? Nein, nicht wirklich. Eigentlich nicht.

Gelogen. Doch, natürlich irgendwie eine Schreibblockade, aber vielleicht von einer Art, die einem vor sich selber schützt. Heute ist wohl der Punkt erreicht, das ich sie überwinden kann, so sieht es jedenfalls aus.

Bereits im letzten Jahr habe ich meinen Bruder wieder gefunden, über Facebook. Verrückt, oder ? Nach über 30 Jahren. Ich habe ihn entedeckt und angeschrieben, Und er hat geantwortet. Wow. Ich habe seitdem wieder eine Familie. Und die Blockade wurde hervorgerufen, das ich eigentlich hätte schreiben müssen, warum ich über 30 Jahre nichts mit meinem Bruder zu tun gehabt habe. ies hätte allerdings bedeutet, meine Mom als das zu beschreiben, was sie ist und war und immer bleiben wird : Ein Monster !

Jetzt denkt bestimmt der eine oder andere : Wow, jetzt geht es aber ab hier.  Nein, es wird nicht abgehen. Es gibt Dinge, die man nicht öffentlich schreiben kann oder soll. Das habe ich heute verstanden. Warum ausgerechnet heute ?

Dies ist mein erstes Weihnachtsfest, das ich alleine verbringe. Das allererste.

Komischerweise hab ich davor keine Angst gehabt. Nein, im Gegenteil. Es hat mir, glaub ich, sogar gut getan. Ganz freiwillig war das Alleinesein nicht, das geb ich zu, das Wetter hat sehr mitgeholfen, ich wäre sonst in Nürnberg bei meinem Bruder gewesen, aber bei diesem Chaos auf der Autobahn ?

Und doch bin ich bei Ihm. Und nicht nur dort. Den ganzen Tag bin ich überall, nur nicht daheim. Ich bin unterwegs in der Vergangnheit, in meiner Kindheit und feiere dort die vergangenen Weihnachten mit unglaublich vielen zauberhaften Menschen, die es zum Teil nicht mehr gibt.

Mir fallen Dinge ein, die lange verschüttet waren und nun wieder an die Oberfläche kommen.

Und das großartige daran ist : Es ist einfach nur zauberhaft, ich glaube das ist der Geist der Weihnacht.

Heute habe ich viel über mich selber gelernt.

Frohe Weihnachten Euch Allen.

Polenmarkt

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Ich erinnere mich noch gut an den Weihnachtsmarkt letztes Jahr auf dem Winterfeldplatz. Der war sowas von unterirdisch, das ich eigentlich dachte, dies wäre absolut nicht mehr zu toppen.

Selten hab ich mich so geirrt.

Wenn ich an einen Weihnachtsmarkt denke, dann hab ich gewisse Vorstellungen. Die müssen sich nicht unbedingt mit Deinen/Euren Vorstellungen decken, es sind halt meine Vorstellungen.

Für mich gehört ein wenig weihnachtliche Dekoration dazu, gerne darf es auch ein wenig mehr sein. Glühwein gehört dazu oder auch Punsch, Kunsthandwerk und meinetwegen auch Wollsocken. Stände, an denen man etwas kaufen kann, was irgendeinen Bezug zu Weihnachten hat. Der Duft nach gebrannten Mandeln, Bratäpfeln und so einiges mehr. Ich denke ihr wisst was ich meine.

Ich weiß ja nicht,wer den Weihnachtsmarkt am Winterfeldplatz ausrichtet, aber ganz sicher ist derjenige niemand, der schon einmal mit Weihnachten zu tun hatte. Abgesehen von Chinapfannen und Pfennigartikelanbietern wurde so ziemlich jeder Dreck dort angeboten, den man sich nur vorstellen kann. Als Krönung dann noch irgendeine grottige Musikgruppe, die, in mittelalterlichen Lumpen verkleidet, den Leuten auf den Geist ging. Das war einer der Momente, an denen ich froh war, das ich Hörgeräte trage. Die kann man nämlich abschalten.

Sehr schnell wußte ich, warum eine überwältigende Mehrheit der Stände Glühwein angeboten haben, anders als im Suff war diese Veranstaltung nicht zu ertragen.

Hier ein Beweisfoto :
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Im Kreis seiner Lieben und mit Glühwein läßt sich einiges ertragen, aber die Schmerzgrenze war eindeutig überschritten. Dabei sollte doch dieses Jahr alles viel besser und schöner werden. Ich ahne was uns für das nächste Jahr bevorsteht, wenn es wieder den gleichen Spruch zu hören gibt……..

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Genau, es ist nie zu spät für eine schöne Vergangenheit, allerdings will ich bei dieser Vergangenheit die Zukunft nicht mehr kennen.

Rund um den Winterfeldplatz hat sich ein wunderschöner Kiez entwickelt, mit tollen Geschäften und Restaurants. Warum lassen sich die Anlieger so eine Scheisse bieten ?

Ich persönlich rege an, den Veranstalter dieses….hm….Polenmarktes, denn Weihnachtsmarkt kann man das nicht nennen, in einen großen Sack zu stecken und in in die Spree zu werfen.

Und bitte, versteht den Ausdruck “Polenmarkt” nicht falsch, ich beziehe mich mit diesem Ausdruck auf den damaligen Polenmarkt am Reichpietschufer und will damit keinesfalls unsere polnischen Nachbarn beleidigen. Ich bin im Gegenteil überzeugt davon, das jeder polnische Markt selbst im Hochsommer weihnachtlicher ist als dieser Müll, den man versucht uns als Weihnachtsmarkt zu verkaufen.

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Die wie im letzten Jahr aufgehangen Laternen sind wieder sehr schön, wenn auch nicht so schön wie im letzten Jahr. Allerdings, bei Tageslicht schaut es auch eher grottig aus…..

Schweinegrippe

Schweinegrippe

Ob sich da Hans Dietrich Genscher was zur Rente dazu verdient hat ? Die Ähnlichkeit ist jedenfalls mehr als verblüffend. Wenn das Ding jetzt noch einen gelben Pullover anhätte…….und dann noch die Worte sprechen würde : Meine Damen und Herren, ich habe Ihnen etwas mitzuteilen…..lach. Aber Geschichte wiederholt sich ja nicht. Oder ? :-)

Aber es soll ja hier um die Schweinegrippe gehen. Die regt mich nämlich echt auf. Aber so richtig regt die mich auf. Ich erinne rmich noch, als die ersten Meldungen hierzu auftauchten. Horrorszenarien wurden ausgemalt, Millionen von Toten waren schon fest eingeplant, jedermann stürzte sich auf Aktien von Bestattungsunternehmen und holzverarbeitenden Industrien.

Und dann, dann passierte erstmal : NIX !!! Frechheit, oder ?

Dann gab es auch bei uns die ersten Infzierten, aber Hölle, die wollten einfach nicht krepieren, sondern wurden frecherweise wieder gesund. Dann war erstmal Ruhe. Nix mehr mit Pandemie und schlimmste Grippe seit der spanischen vor rund 100 Jahren. Der Virus wollte einfach nicht so, wie es die Pharmaindustrie gerne hätte. Es gab sogar in der Mehrzahl Aussagen von Experten, die behaupteten, die Schweinegrippe wäre weniger gefährlicher als die normale saisonale Grippe.

Das muß der Moment gewesen sein, wo die Pharmariesen ihre fest eingeplanten Impfstoffumsätz davon schwimmen sahen, nur wurde fleissig Lobbyarbeit betrieben. Es wurden Kommsiionen gebildet mit Experten, wo die Pharmaindustrie selber drin vertreten war/ist und das Droh Potenzial wurde aufgebaut. Fleissig wurden Pressemitteilungen verschickt und irgendwann ist dann die gesamte Presse darauf angesprungen.

Und zum Glück gab es ja dann ( endlich !!! ) die ersten Toten auch in Deutschland.

Detailliert berichtet die Presse seitdem, ein Impfapell jagt den nächsten.

Bin ich ein böser Mensch, wenn ich mal über folgendes sinniere ?

Jedes Jahr tobt eine mehr oder weniger große Grippewelle über die Kontinente. Jedes Jahr sterben weltweit Hundertausende oder sogar Millionen an der ganz normalen Grippe. Ich stell mir gerade vor, was hier los wäre, wenn die Presse und anderen Medien in gleicher Aufmerksamkeit mit einer täglichen Opferstatistik darüber berichten würden…….

Merkste was ?

Gestern kam mir, als ich aus meinem Sportstudio kam, der erste Passant mit weißen Mundschutz entgegen. Die Welt ist blöd und will betrogen sein.

Na dann impft mal schön, die Pharmaindustrie wird es euch danken…..